In Memoriam
Pfarrer Josef Fröhlich
Vor 100 Jahren, am
10. Juni 1917, wurde Pfarrer Josef Fröhlich im Fuldaer Dom von
Bischof Joseph Damian Schmitt zum Priester geweiht. Am
Sonntag, dem 17.06.1917 feierte er in Marbach seine Primiz (1. Hl. Messe in der Heimatpfarrei) und
erteilte den Primizsegen.
Pfarrer Josef Fröhlich stammte aus einer bäuerlichen Marbacher
Familie und wurde dort am 25. Juni 1891 als Sohn des Hüttners
Alfred Fröhlich und dessen zweiter Ehefrau Brigitta Fröhlich,
geb. Jordan, als eines von insgesamt 12 Geschwister/
Halbgeschwister (9 Jungen/3 Mädchen) geboren. Die Mutter
verstarb 1905 mit 42 Jahren, der Vater 1915 mit 61 Jahren. Aus
dieser Ehe stammen auch noch u. a. Pater Albert Fröhlich OMI,
und Schwester M. Erlwina (Therese Fröhlich) ADJC.
1897-1905 Besuch der Volksschule. Nach dem Besuch der
Lateinschule in Hünfeld legte er am damaligen königlich
preußischen Gymnasium in Fulda 1912 das Abitur ab. Danach begann
er im Priesterseminar in Fulda seine philosophisch-theologischen
Studien.
1914 wurde er, da er noch keine höheren Weihen hatte, zum
Kriegsdienst eingezogen. Nach schwerer Verwundung 1915 in den
Karpaten und Ausmusterung nahm er sein Studium wieder auf und
wurde am 10. Juni 1917 in der Michaelskirche zu Fulda durch
Bischof Dr. Joseph Damian Schmitt zum Priester geweiht.
Seine erste Anstellung als Kaplan erhielt er in Großentaft. Es
folgten Kaplansjahre in Erfurtshausen, Rommerz. 1923 kam er nach
Neuhof und 1928 nach Hofaschenbach. Als Pfarrkurat wirkte er in
Dietges, Mernes und Oberrodenbach, wo er 1933 durch die damaligen
Machthaber verhaftet und ausgewiesen wurde. 1934 übernahm er die
Pfarrkuratie Bermbach bei Geisa in Thüringen. Am 01. April 1938
wurde ihm die Pfarrei Mittelkalbach übertragen, in der er dann
28 Jahre, bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand mit Wirkung vom
30. Juni 1966, als Pfarrer wirkte.
Am 11.06.1967 feierte er sein Goldenes (50 Jahre) und am 12. Juni
1977 sein Diamantenes Priesterjubiläum (60 Jahre) in der
Pfarrkirche St. Sebastian zu Mittelkalbach.
Er nahm seinen Ruhestandssitz in Kalbach, verbrachte aber die
letzten Jahre seines Lebens im städtischen Alten- und Pflegeheim
in Fulda. Als der älteste Geistliche der Diözese Fulda verstarb
er dort, im
95. Lebensjahr und im 69. Jahr seines Priestertums am Sonntag,
dem 26. Januar 1986. Er wurde in Mittelkalbach beerdigt.
Während der langen Jahre seiner priesterlichen Tätigkeit
bemühte sich Pfarrer Fröhlich besonders um die gemeindenahe
Seelsorge und um die praktische Caritas. In den schweren Kriegs-
und Nachkriegsjahren hat er mit aller ihm zur Verfügung
stehenden Kraft Notleidenden geholfen: den Bombengeschädigten,
den Flüchtlingen und Heimatvertriebenen, die er als Rucksackpriester
jahrelang in den um Kalbach liegenden Gemeinden betreute.
In Anerkennung seines langen, segenreichen Wirkens und seiner
großen Verdienste, die er sich nicht zuletzt auch durch den Bau
eines Schwesternhauses und eines Jugendheimes in Mittelkalbach
erworben hatte, wurde Pfarrer Fröhlich 1967 der Titel Geistlicher
Rat und von der Gemeinde Kalbach der Ehrenbürgerbrief
verliehen. Auch heute noch erinnern sich viele ältere Menschen
in Kalbach an Pfarrer Josef Fröhlich.
Falls noch
nicht geschehen, besuchen Sie ebenfalls:
www.Moarbich.de =
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www.Speeketze.de = Infos über
die "Moarbicher Speeketze"
www.Haunesee.de = Informationen
über den Haunestausee bei Marbach
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